Archive 2013 - EEC

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Archive 2013

Newsarchiv 2013
DVD 2013

Hier kann man die neueste DVD der vergangenen Saison erwerben: Ein Zusammenschnitt
von allen vier Wettbewerben des Jahres 2013 zeigt auf über 75 Minuten alle Klassen und alle Sieger des letzen Jahres. Am Ende ist ein zusätzliches Kapitel noch einmal den neuen Europameistern gewidmet.
 
Das Team von Enduro-Media hat keine Mühen gescheut und zeigt die Action in den Sonderprüfungen ebenso wie auf den anspruchsvollen Etappen von Italien über Frankreich und die Tschechei bis nach Portugal.
Der Preis für die DVD beträgt 16,00 Euro, zuzüglich des Versandes in Höhe von 4,00 Euro (Porto innerhalb von Deutschland nur 2,00 Euro)
Zum Trailer: Hier klicken.
Die DVD kann hier bestellt werden:  enduromedia@gmail.com


Portugal - Tag 3

Micheluz dreimal Meister

Der Italiener Maurizio Micheluz wurde gleich dreimal Enduro-Europa-Meister: Beim Finale in Ourem / Portugal gelang ihm das Trippel – er gewann nicht nur die E1-Klasse und die Gesamtwertung (Overall) aller Fahrer, sondern wurde in den drei Tagen mit dem italienischen Team auch noch Mannschafts-Europameister.

Dafür war er mit genügend Vorsprung in den letzten Tag gestartet: Der wurde als Abschluss-Motocross ausgetragen und hier genügte Micheluz auf der Suzuki ein zweiter Platz hinter Lokalmatador Luis Oliveira.

In der E-2-Klasse holte sich Tom Sagar den EM-Titel mit einem dritten Platz in seinem Lauf: „Ich habe am Ende dicke Arme bekommen, aber ich bin vor meinem Konkurrenten geblieben.“

Auch Jessica Jönsson gewann das Abschluss-Cross nicht: Doch der zweite Platz hinter ihrer Konkurrentin Sanna Karkkainen reichte der Schwedin für den Titel in der Damen-Klasse.
So ging es auch bei den Junioren dem Briten Jack Rowland in der kleinen Hubraumklasse: „Nur“ der dritte Platz hinter dem Esten Rannar Uusna und Ondrej Helmich, aber den Titel gewonnen. Uusna verbesserte sich auf den zweiten EM-Platz, nachdem Tommaso Montanari schon beim Start gestürzt war.

Bei den Junioren unter 20 Jahren auch kein Sieg für den neuen Europameister Nicolas Pellegrinelli, sondern nur den sechsten Platz. Den Lauf gewann der Pole Adam Tomiczek!

Lediglich die am gestrigen Tage bereits vorzeitig zum Europameister gekührten Fahrer, der Italiener Gianluca Martini in der E3-Klasse und Veteran Werner Müller aus Österreich konnten auch ihre Cross-Läufe gewinnen und unterstrichen damit ihren verdienten Meistertitel.

Eine besondere Leistung vollbrachte der veranstaltende Verein: Nachdem ihm die Genehmigung auf dem geplanten Motocross-Gelände versagt wurde, baute das Team innerhalb einer Woche eine prächtige Strecke mitten ins Gelände. Über 3.500 begeisterte Zuschauer bekamen dort packende Läufe zu sehen.
Portugal - Tag 2
 
Meisterhaft 

Vorzeitig wurden am zweiten Tag des Enduro-EM-Finales in Ourem (Portugal) schon drei neue Enduro-Meister gekührt:

In der Junioren-E2/E3-Klasse holte sich Lokalmatador Diego Ventura den Meistertitel mit einem zweiten Tagesrang hinter dem Schweden Tommy Sjoström. Nachdem sich der Yamaha-Fahrer auf der Etappe bereits einen Kühler zerstört hatte, bremste ihn sein Team ein und ließ ihn auf Sicherheit fahren.

Ebenfalls „auf Sicherheit“ fuhr der Italiener Gianluca Martini: Allerdings beendete der Beta-Pilot die Tageswertung auf dem zweiten Platz hinter seinem Landsmann Mirko Gritti. Doch das war nicht nur das Ergebnis der E3-Klasse, mit dem sich Martini den EM-Titel holte, sondern auch das Ergebnis in der Overall-Wertung, wo die beiden das Feld angeführt hatten!

Der dritte Titel ging an den Veteran Werner Müller aus Österreich: Der KTM-Fahrer holte sich mit einem Tagessieg in seiner Klasse bereits seinen siebenten(!) Titel in der
Europameisterschaft. Dabei hatte er erneut Glück, denn wie schon am ersten Tag hatten ihm die Steine einen Riss in den Kupplungsdeckel geschlagen und er verlor Öl. Am Service konnte er dann, wie schon am ersten Tag, den Schaden mit Kleber beheben, so dass er bis ins Ziel fahren konnte.

Noch ist die Entscheidung in den meisten Klassen offen, auch im „Overall“ in der Gesamtwertung: Nachdem der Italiener Maurizio Micheluz zwar die E1-Klasse gewann, aber im Overall nur Fünfter wurde, ist dort sein Vorsprung geschrumpft. In der E1-Klasse muss Micheluz nur noch einmal in die Punkte kommen um sich den Titel zu sichern.

Ein ähnliches Bild in der E2-Klasse, wo Tom Sagar den dritten Platz hinter dem Franzosen Romain Dumontier und seinem englischen Landsmann Jamie Lewis belegte. Doch er blieb vor seinem schärfsten Konkurrenten Andrea Beconi und ist so auf dem Weg zum Titel: „Ich war im Cross-Test heute einfach nicht schnell genug – mein eigener Fehler.“

Die Strecke war nach den nächtlichen Regenfällen noch schwerer geworden, so dass einige Passagen umgangen wurden. Aber die Fahrer waren froh, dass die Distanz von vier auf drei Runden gekürzt worden war.

 
Portugal - Tag 1

Heimvorteil genutzt

Zum ersten Mal in diesem Jahr hat ein einheimischer Fahrer auch die Gesamtwertung der Enduro-Europameisterschaft gewinnen können: Der Portugiese Luis Oliveira siegte in der Tageswertung vor seinem Landsmann Diego Ventura und dem Engländer Tom Sagar die Overall-Wertung. Vierter wurde Jamie Lewis und Fünfter der Führende in der Meisterschaft, der Italiener Maurizio Micheluz.

Junior Ventura gewann damit auch seine Klassenwertung und ist auf dem besten Wege sich den Titel zu holen.

Auch Tom Sagar gewann die seine E2-Klasse und vergrößert seinen knappen Vorsprung in der Meisterschaft.

Lediglich Oliveira liegt in der Klasse und in der Gesamtwertung der Meisterschaft noch hinter Micheluz und kann aus eigener Kraft nicht mehr Meister werden – er muss auf einen Fehler des Italieners hoffen.

Veteran Werner Müller aus Österreich holte sich einen weiteren Tagessieg und kann mit einem zweiten Platz am nächsten Tag seinen siebenten(!) EM-Titel vorzeitig sichern.
Ähnlich könnte es auch bei den ganz jungen Fahrern laufen: Dem Führende Nicolas Pellegrinelli reicht ein dritter Tagesrang zum Titel – auch wenn er an diesem Tag schon einmal von dem Schweden Oliver Nelson geschlagen worden war.

Der Auftakt zum 3-tägigen Finale der Enduro-Europameisterschaft war von Wolken verhangen und von Regen geprägt. Das machte es den Fahrern nicht gerade einfacher, teilweise musste die Strecke umgelegt werden, weil die Auffahrten einfach nicht mehr zu schaffen waren. Doch am Ende waren alle vier Runden und zwölf Wertungsprüfungen absolviert und es standen über 45 Minuten Sonderprüfungszeit auf den Uhr.
Tschechische Republik - Tag 2

Beim zweiten Tag des Laufes zur Enduro-Europameisterschaft im tschechischen Uhlirske Janovice gab es in der Gesamtwertung fast das gleiche Bild: Der Italiener Maurizio Micheluz gewann, diesmal allerdings vor seinem Landsmann Andrea Beconi, der am Samstag noch Dritter geworden war. Dann allerdings ein ganz anderer Fahrer auf dem dritten Platz: Der Deutsche Andreas Beier, der nur als Gast am Start in der Tschechei war und deshalb von hinten starten und viele Fahrer vor sich überholen musste!

Gesamtsieger Maurizio Micheluz (Suzuki) gewann auch die E1-Klasse, diesmal wurde der Deutsche Edward Hübner (Yamaha) Zweiter vor dem Portugiesen Luis Oliveira (Yamaha).

Der Gesamtzweite Beconi (Yamaha) gewann auch die E2-Klasse vor dem am ersten Tag mit technischen Problemen ausgefallenen Andreas Beier (KTM) und dem Briten Tom Sagar, der mit einem verletzten Daumen an der rechten Hand gehandicapt ist. Sagar rettete allerdings die Führung in die Meisterschaft: „Ich wusste, dass ich mit diesem Handicap nicht gewinnen konnte und habe 
genau so viele Punkte eingefahren, wie ich mir vorher ausgerechnet hatte.“ 

In der E3-Klasse das gleiche Bild mit drei Italienern wie am Vortag: Sieger Gianluca Martini (Beta) vor seinen Landsleuten Jacopo Cerutti (TM) und Marco Gritti (KTM).

Bester Junior wurde Diego Ventura auf dem zehnten Gesamtrang. Der Portugiese (Yamaha) gewann die Junioren E2/E3-Klasse vor dem Lokalmatador Milan Engel (Husaberg) und dem Italiener Guido Conforti (KTM).

Bei den Junioren mit den 125er Motoren, der Junioren-Klasse unter 20 Jahren, gewann erneut Nicolas Pellegrinelli (KTM) vor dem Tschechen Patrick Markvard (Husaberg) und dem Schweden Oliver Nelsson (Husaberg), der sein Motorrad komplett reparieren konnte.

Bei der Junior-E1-Klasse konnte der Brite Jack Rowland (Husqvarna) die nassen Bedingungen gut nutzen und wurde am Ende Tagessieger und übernahm damit sogar die Meisterschafts-Führung vor dem Italiener Tomasso Montanari (KTM), der hinter dem Esten Rannar Uusna (Husaberg) am zweiten Tag nur Dritter wurde.

Seinen insgesamt 50. Laufsieg in einer Europameisterschaft holte sich der Veteran Werner Müller (KTM) aus Österreich den Sieg vor dem dem Tschechen Zdenek Gottvald (KTM) und dem Franzosen Laurent Pannetier (KTM). Auch ein kleiner Sturz in der allerletzten Sonderprüfung des Tages konnte Müller nicht bremsen.  

Bei den Damen gewann an beiden Tagen die Schwedin Jessica Jonsson (GasGas) – am zweiten Tag vor der Finnin Sanna Karkkainen (KTM). Die hatte sich am ersten Tag die Schulter verletzt und konnte trotz Schmerzen die Französin Audrey Rossat nur 0,4 Sekunden hinter sich lassen!

Nach den besten Bedingungen am ersten Fahrtag begann es am zweiten Tag zum Ende der dritten Runde zu Regnen – und die Strecke wurde nass und rutschig. Das machte es für die Fahrer etwas schwerer im Gelände – die Auf- und Abfahrten wurden sehr rutschig. Doch die Sonderprüfungen waren nach Meinung der meisten Teilnehmer immer noch gut fahrbar.


Tschechische Republik - Tag 1

Beim dritten Lauf zur Enduro-Europameisterschaft gewann die Tageswertung des ersten Tages der Italiener Maurizio Micheluz, vor seinen Landsleuten Gianluca Martini und Andrea Beconi – Damit standen gleich drei verschiedene Hubraumklassen und drei verschiedene Motorradmarken (Suzuki, Beta, Yamaha) an der Spitze des Feldes!

Gesamtsieger Maurizio Micheluz (Suzuki) gewann auch die E1-Klasse vor dem Portugiesen Luis Oliveira (Yamaha) und dem Deutschen Edward Hübner (Yamaha). Der Gesamtzweite Martini gewann auch die E3-Klasse vor seinen Landsleuten Jacopo Cerutti (TM) und Mirko Gritti (KTM).

Der Gesamtdritte, Beconi (Yamaha) gewann auch die E2-Klasse vor dem Briten Jamie Lewis (Honda) und dem Franzosen Romain Dumontier (Yamaha).
 
Schon auf Platz 5 der Gesamtwertung war mit Nicolas Pellegrinelli (KTM) der erste Junior in der Gesamtwertung zu finden: Pellegrinelli gewann die Junioren-Klasse E1 mit den hubraumkleineren Maschinen vor dem Polen Adam Tomicek (KTM) und dem Italiener Ricardo Crippa (Husaberg). Aufgrund von technischen Problemen mit der Schaltung kam der Schwede Oliver Nelsson (Husaberg) nur auf den vierten Tagesrang.
Bei den Junioren der E2/E3-Klasse gewann der Pole Pawel Szymkowski (KTM) vor dem Portugiesen Diego Ventura (Yamaha) und dem Italiener Guido Conforti (KTM).

Wie erwartet holte sich auch diesmal der Veteran Werner Müller (KTM) aus Österreich den Sieg vor dem Franzosen Laurent Pannetier (KTM) und dem Tschechen Zdenek Gottvald (KTM). Müller bleibt damit ungeschlagen und kommt der Titelverteidigung immer näher.

Der Veranstalter präsentierte eine nahezu perfekte Strecke: Klassisches Enduro durch die Wälder mit steilen Auf- und Abfahrten – Kaum Gelegenheit für die Fahrer sich zu erholen, sondern viel anspruchsvolles Gelände.

Die drei Sonderprüfungen hatten viele Wiesenstücke und gerade die beiden Cross-Tests waren für die Zuschauer gut zu überblicken. Am Ende des Tages standen insgesamt respektable 46 Minuten Sonderprüfung für den Tagesschnellsten auf der Ergebnisliste.
Den Rest tat das gute Wetter: Trocken, leicht sonnig, leicht windig – die idealen Bedingungen für einen fantastischen Wettbewerb.


Teilnehmer Tschechische Republik

Hier ist die Teilnehmerliste des tschechischen Laufes: Hier klicken
Ausschreibung Portugal

Die offizielle Ausschreibung vom Finale in Portugal steht nun zum Download bereit: Hier klicken (pdf)
Termine 2014

Während des letzten Meetings der FIME Enduro & Rallye Commission wurden folgende Termine für 2014 festgelegt:

29./30. März      Spanien / Antas (Almeria) / RFME

31. Mai/1. Juni   Rumänien / Bacau / FRM

28./29. Juni        Italien / Santa Mergherita di Staffora (Pavia) / FMI

5.-7. September - wird noch bekanntgegeben
Frankreich - Tag 2

Doppelsieg für Italien 

Auch am zweiten Tag der Enduro-Europameisterschaft im französischen Bar sur Seine konnten die französischen Fahrer nicht gewinnen: Der Gesamtsieg aller Fahrer ging erneut an den Italiener Maurizio Micheluz vor seinem Landsmann Mirko Gritti.

Dabei waren die Verhältnisse überhaupt nicht italienisch: Der nächtliche Regen hatte die Piste sehr rutschig gemacht und der Veranstalter hatte gleich die langsameren B-Zeiten ausgerufen und war ständig bemüht die Strecke zu modifizieren, nahm mehrere Auffahrten heraus. Auch in den Sonderprüfungen mussten kleinere Umleitungen vorgenommen werden, weil es einfach zu glatt wurde und sich in den Schlammlöchern zu tiefe Spuren einfuhren.

Unter diesen Bedingungen ist der Sieg von Micheluz nur der Tatsache zu verdanken, dass er „Mit Kopf gefahren ist und nichts riskiert hat“. Einige kleinere Ausrutscher waren aber nicht das große Problem, denn die Konkurrenz hatte selbst, teilweise größere Probleme.
So beispielsweise der Vortageszweite – der Brite Tom Sagar: „Diesmal habe ich es mir selbst schwer gemacht,“ meinte der KTM-Fahrer: „Ich bin in der zweiten Runde in jedem der drei Tests gestürzt.“ Am Ende reichte es für ihn noch für den Sieg in der E2-Klasse, aber nur für den fünften Platz in der Gesamtwertung aller Klassen.

Zweitschnellster der Gesamtwertung wurde der Sieger der E3-Klasse: Mirko Gritte, der am ersten Fahrtag noch so heftig gestürzt war, dass er aufgeben musste, konnte in der allerletzten Sonderprüfung noch seinen Landsmann Gianluca Martini überholen und gewann die Klasse und holte sich den zweiten Gesamt-Rang!

Hinter Micheluz in der E1-Klasse fuhr der Deutsche Edward Hübner auf den zweiten Rang – Hübner war am ersten Tag vorzeitig mit einem Motorschaden an seiner Yamaha ausgeschieden und zeigte nun, wie schnell er eigentlich sein kann – vor allen Dingen auf dem anspruchsvollen Endurotest. Beide Fahrer verwiesen den amtierenden Meister Luis Oliveira auf den dritten Rang, was dem wertvolle Punkte in der Meisterschaft kostete.

Der Veteran Werner Müller aus Österreich holte sich mit seinen 46 Jahren auf der KTM zwei klare Tagessiege und ist auf dem Weg seinen Titel in der Klasse zu verteidigen.
Bei den Damen machte der Vortagessiegerin Sanna Karkkeinen ihre Schulterverletzung zu schaffen – und so gewann mit Audry Rossat zumindest eine französische Fahrerin in ihrer Heimat.


Frankreich - Tag 1

Italien siegt in Frankreich

Ihren Heimvorteil konnten die französischen Fahrer nicht ausnutzen: Schnellster Fahrer beim Enduro-Europameisterschaftslauf in Bar sur Saine wurde der Italiener Maurizio Micheluz auf der Suzuki. Micheluz, der amtierende Europameister in der E3-Klasse hatte zu Saisonbeginn Motorrad und Klasse gewechselt. Beim Auftakt der Europa-Meisterschaft in seiner italienischen Heimat war der neue Suzuki-Fahrer noch nicht recht in Schwung gekommen, dafür holte er das nun nach.

Auf den engen und anspruchsvollen Strecken der Sonderprüfungen waren die kleineren Motorräder offensichtlich von Vorteil, denn auch der zweite Platz in der Gesamtwertung ging an einen Fahrer der E1-Klasse, nämlich den Schweizer Jonathan Rosse. Eigentlich wäre das damit auch das Terrain von dem amtierenden E1-Meister Luis Oliveira gewesen: Der Portugiese hatte schon in Italien einen Gesamtsieg eingefahren – doch ein heftiger Sturz im Endurotest verhinderte diesmal den Sprung auf das Treppchen.
Tagessieg in der E2-Klasse für den Briten Tom Sagar: Der fuhr völlig ohne Druck zum machen und völlig ohne Fehler und wurde dafür am Ende auch noch mit dem dritten Platz in der Gesamtwertung belohnt. Dabei hatte bis zur Halbzeit noch der Deutsche Marco Neubert vorne gelegen, doch der hatte die Fehler in dem Endurotest und damit am Ende den zweiten Platz.

In der E3-Klasse ging der Tagessieg an Gianluca Martini vor dem Schweden Henrik Lindholm – und auch in den anderen Klassen, der Junioren, Veteranen und Damen diesmal keine Franzosen als Sieger.

Dabei waren nicht nur die Sonderprüfungen, sondern die gesamte Strecke höchst ungewohnt für die ausländischen Fahrern: Die meiste Zeit im Wald, in dem sich die engen Spuren zwischen den Bäumen immer tiefer heraus fuhren, so dass es auf der gesamten 60 km langen Runde keine Erholungspause für die Fahrer gab. Die waren am Ende sichtlich geschafft, da es auch noch sommerlich heiß war – bevor am späten Abend  ein Gewitter für Abkühlung sorgte und die Strecke für den kommenden Tag rutschig machte.


Italien - Tag 2

Der erste Europameister

Der erst 16jährige Matteo Merli aus Italien wurde beim Auftakt der Enduro-Europameisterschaft in Bussi sul Tirino der erste Enduro-Europameister in diesem Jahr: In der nur in Italien ausgetragenen 50 ccm-Klasse gewann der Beta-Fahrer auch den zweiten Tag und kürte sich damit zum Meister.

Das ist der erste Erfolg für die Italiener, die jedoch in der Gesamtwertung erneut zurück stecken mussten: Am ersten Tag war es der Portugiese Luis Oliveira, der das Overall gewann – am zweiten Tag, dem Sonntag, holte sich der ehemalige KTM-Werksfahrer Tom Sagar den Gesamtsieg aller Fahrer. Da nutze es auch nichts, dass der Italiener Maurizio Micheluz auf der Suzuki in der E1-Klasse seinen Konkurrenten Oliveira auf den zweiten Platz vor Maurizio Gerini verweisen konnte.
In der E3-Klasse aber die gleichen Verhältnisse, wie schon am ersten Tag: Mit fünf Italienern auf den ersten fünf Plätzen haben diese ihren Heimvorteil eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Diesmal gewann Gianluca Martini auf der Beta vor dem gestrigen Sieger Mirko Gritti und Vanni Cominotto.
 
Der schnellste Junior ist allerdings ein Portugiese, Diego Venturo auf der Yamaha mit einem siebenten Gesamtrang und dem Klassensieg bei den Junioren mit den hubraumstarken Motorrädern.
Mit über einer Minute Vorsprung holte sich Veteran Werner Müller einen weiteren Tagessieg vor dem Franzosen Laurent Pannetier.

Bei den Damen siegte erneut Emilie Karlsson aus Schweden auf der Yamaha, doch das Geburtstagskind Marita Nyqist kletterte bereits auf den zweiten Platz: In der Nacht vor dem Wettbewerb war ihr Motorrad gestohlen worden und so musste die Favoritin aus Finnland mit einer geliehenen Maschine, die sie gar nicht kannte, fahren. Für den nächsten Lauf, am 8. und 9. Juni in Frankreich verspricht Nyqvist Revanche auf ihrer eigenen Yamaha.

Der Wettbewerb in Bussi sul Tiriono präsentierte sich sehr italienisch, nachdem auch das Wetter sonnig und warm war: Die steinige Pfade in den Bergen hatten sich ausgefahren und waren in den steilen Auf- und Abfahrten sehr rutschig und anspruchsvoll. Zusammen mit der perfekten Organisation des MC Lo Sherpa vor Ort, war dies ein würdiger Lauf zur Europameisterschaft. 


Italien - Tag 1

185 Teilnehmer aus 16 Ländern (darunter erstmals auch Russland und die Ukraine) starteten beim Auftakt der Enduro-Europameisterschaft im italienischen Bussi sul Tirino: Über 50 km führte die Strecke dreimal durch die steilen und steinige Berge. Jeder Runde waren zusätzlich noch zwei Sonderprüfungen zu absolvieren.

Schnellster Fahrer aller Klassen wurde der Portugiese Luis Oliveira: Der Yamaha-Fah
rer hatte auf seiner 250er Viertakt-Maschine am Ende 5,9 Sekunden Vorsprung vor dem Lokalmatador Mirko Gritti auf der großen KTM!

Natürlich gewann Oliviera auch seine Hubraumklasse, die E1, vor den Italienern Maurizio Micheluz und Maurizio Gerini.

Die E2-Klasse gewann der KTM-Werksfahrer Tom Sagar aus England vor den Italienern Andrea Beconi und Edoardo d’ Ambrosio. Sagar startet sonst für KTM bei den Extrem-Enduro-Wettbewerben.
In der hubraumstärksten E3-Klasse gab es bis zum fünften Platz nur Italiener: Es gewann Mirko Gritti auf der KTM vor Gianluca Martini und Vanni Cominotto.

Mit über 35 Sekunden Vorsprung gewann Titelverteidiger Werner Müller aus Österreich die Veteranenklasse vor dem Franzosen Laurent Pannetier. Dabei war Müller in dem ersten Endurotest noch zweimal kurz hängen geblieben. Das warf den „Senior“, der seine 33. Enduro-Saison bestreitet, lediglich auf den 42. Rang in der Gesamtwertung aller Fahrer zurück!

Bester Junior wurde der erst 19-Jährige Oliver Nelson aus Schweden: Der Husaberg-Pilot fuhr seine hubraumschwache 125er trotz der steilen Auffahrten auf einen 13. Platz der Gesamtwertung aller Fahrer!


Termine 2013

ENDURO-KALENDER FÜR DIE EUROPAMEISTERSCHAFT 2013

Nun ist es offiziell – der Kalender für die Enduro-Europameisterschaft 2013:
Wie in der Saison 2012 gibt es drei Läufe über zwei Tage und einen Finallauf über drei Tage mit einem echten Abschluss-Motocross:

2013:
27. – 28. April - Italien - Bussi sul Tirino (Pescara)  + 50ccm UEM-Cup
08. – 09. Juni - Frankreich - Bar sur Seine
24. – 25. August - Czech. Rep. - Uhlirske Janovice
18. – 20. Oktober - Portugal - Ourem-Fatima (3-Tage!)
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